Liebe Emma, lieber Moritz. Dieser Apfelpfannkuchen ist euer Lieblingsfrühstück Nummer 1, deshalb gehört er als Erster in eure Rezeptsammlung. Wir machen ihn nach dem Rezept von Oma Lesja, die diesen genau so schon in meiner Kindheit zubereitet hat. (Sie ergänzt: eure Urgrossmutter Sinaida hat diese ebenfalls schon so gemacht, ihr seid also die dritte Generation Kinder in unserer Familie, die in den Genuss kommen). Sie macht das natürlich nach Gefühl – für uns hat sie die Mengen abgemessen, damit wir genau das gleiche Ergebnis erzielen wie sie :-). Der Pfannkuchen ist super schnell zubereitet, die Zutaten sind immer alle da, und das ist der perfekte Sonntagmorgen Frühstück für euch. Für mich gibt es dann immer einen Matcha Latte mit aufgeschäumter Hafermilch.
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Schinkengipfeli – Swiss classic & family favourite.
Liebe Emma, lieber Moritz. Schinkengipfeli – viele Jahre in Vergessenheit geraten, die Erinnerung an Studentenzeiten kam dieses Jahr im Corona-Lockdown. Prompt war der Einkauf in Migros getätigt. Beim digitalen Teamevent „We beat Jamie Oliver“ kam ich zum zweiten Mal dieses Jahr in Berührung mit den kleinen Dingen. Ein schnelles Rezept musste her, ohne lange Zubereitungszeiten. Verputzt habt ihr sie noch schneller, als ich für die Zubereitung mit den Teamkollegen gebraucht habe. Das Rezept stammt vom Arbeitskollegen und leidenschaftlichen Koch Lukas. Passt hervorragend als schnelles Apérogebäck für Gäste, oder auch als Abendessen für unsere Familie. Enjoy!
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Liebe Emma, lieber Moritz. „Ein Haus am See“ ist eures Kochbuch. Hier halten wir unsere kostbaren kulinarischen Erlebnisse in unserem Haus am See, unterwegs in Zürich und auf Reisen fest.
Kindheitserinnerungen
Mit die schönsten Erinnerungen meiner Kindheit sind mit Kochen und Geniessen im Kreise der Familie verbunden. Das samtweiche Osterbrot frisch aus dem Ofen an einem Donnerstag vor Ostern, an dem meine Grosseltern dieses gebacken haben. Der Geruch von Pfannkuchen früh am Morgen aus der Küche meiner Mutter. Es sind Erinnerungen, die sich für immer eingeprägt haben. Meine Grossmutter Sinaida war und bleibt für mich die beste Köchin der Welt. Sie hatte fast keine Rezepte, und wenn, dann lauteten sie in etwa so: backen bis fertig, Mehl so viel, wie die Flüssigkeit aufnehmen kann. So kann ich mein geliebtes Osterbrot nicht mehr exakt reproduzieren, da sie kein Rezept dafür hatte. Deshalb auch die Idee zu diesem Blog – eure Kindheitserinnerungen rund ums Kochen und Geniessen so gut wie möglich festzuhalten.
Je länger ich koche, umso mehr lasse ich weg
Dieses Zitat von Sven Wassmer wiederspiegelt ziemlich genau meine Einstellung zum Kochen. Oder anders gesagt, reduce to the max. Wenige Zutaten, einfache Zubereitung – dafür keine Kompromisse bei der Qualität der Produkte. Bei den meisten Produkten setzen wir auf regionale Qualität. Saisonal versteht sich von selbst. Obst und Gemüse kaufen wir so gut es geht auf dem Markt, wo ihr von der Verkäuferin je ein Rübli bekommt. Oder bei der „Gemüsefrau“ um die Ecke mit der Produktion aus dem Umland. Tomaten, Kirschen und Beeren aus dem eigenen Garten. Den Fisch beziehen wir bei unserem Zürichsee-Fischer Adrian Gerny. Wenn wir Lust auf einen Wolfsbarsch in der Salzkruste haben, so ist El Pescador unsere Adresse, die es zu Ihrem Versprechen gemacht haben, den möglichst frischen Meeresfisch anzubieten. Brot, Pasta, Teige stellen wir selbstverständlich fast ausnahmslos selbst her.
Frisch auf den Teller
Mit Vorkochen und Einfrieren bin ich noch nie warm geworden. Tupperware findet nicht so schnell den Weg in unsere Küche. Eingefroren wird die Kirschenernte aus unserem Garten, weil man schlecht 10 kg Kirschen auf einmal konsumieren kann, nicht aber die Bolognese für die nächste Lasagne.
Inspiration
Ich koche sehr gerne neue Rezepte nach. Dabei halte ich mich meist sehr genau an das Rezept, weil ich wissen möchte, welche Idee der Autor hatte. Erst beim zweiten Nachkochen passe ich das Rezept bei Bedarf dem eigenen Geschmack an. Meine absolut grösste Inspiration ist Tanja Grandits. Ihre Küche von Aromen, Gewürzen, Kräutern, ihre geballte Kreativität ist einzigartig. Ich besitze all Ihre Kochbücher – natürlich signiert.
Zu meinen Lieblingsblogs gehören lieberlecker, la mia cucina, Claudio del Principe, Richard Kägi, Mimi Thorisson – sie sind am nächsten zu meiner eigenen Kochphilosophie. Bei den Backblogs ist klitzeklein mein Favorit.
Immer eine Inspiration ist natürlich auch der Markt. Ich gehe oft auf den Markt ohne zu wissen, was ich kochen möchte. Das Angebot dort gibt dann die Richtung vor.
Frankreich-Liebe
Seit unserer ersten gemeinsamen Zeit in Frankreich, hat Frankreich unsere Italien-Liebe langsam aber sicher abgelöst – obwohl wir nach wie vor auch grosse Italien-Fans sind. Deshalb werden sich auf diesem Blog viele Gerichte der französischen Küche finden, genauso wie unsere Lieblingsorte und kulinarische Highlights.
Food Photography
Ich finde schöne Food Photography Bilder schön. Und bin auch sehr beeindruckt von der Kreativität, das Gericht in Szene zu setzen. Der Hauptdarsteller für mich ist jedoch das Gericht selbst. Natürlich ästhetisch aufgenommen. Viel wichtiger ist es für mich, die Situation, den Moment authentisch einzufangen.
Immer mit dem Besten zufrieden
„Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden“ – das berühmte Zitat von Oscar Wilde mag leicht arrogant klingeln, ist aber schon auch ein wenig mein Lebensmotto. Wobei ja das Beste immer relativ ist zu dem eigenen Anspruch. Dies ist auch das Kriterium für die Gerichte, die es auf diesen Blog schaffen. Es sind nur Gerichte, die wir zu den „Besten“ erkoren haben und die wir immer wieder nachkochen.
Liebe Emma, lieber Moritz. Ich bin sehr beeindruckt, euch zu kleinen Gourmets heranwachsen zu sehen. Du, Emma, hast mit knapp 4 schon fast eigenständig deine Lieblings-Bananen-Muffins gebacken und hast Pelmeni mit einer solchen Einfachheit hingekriegt, als hättest du noch nie etwas anderes gemacht. Und du, Moritz, erkennst schon Aromen und Gewürze in einem Gericht – „Kitchen Impossible“-Style. Ich bin stolz, euch auf eurer kulinarischen Entdeckungsreise zu begleiten.



