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Hauchdünne Apfeltarte à la „Chesery“ – Gstaader Erinnerungen

Liebe Emma, lieber Moritz. Ich kann mich noch sehr gut an den Abend erinnern, als Opa Heinz uns besucht hat – da wart ihr noch nicht auf der Welt. Er hat von Robert Speth und seinem Restaurant „Chesery“ in Gstaad geschwärmt. Und vom besten Apfelkuchen, den er je gegessen hat. Einige Male waren wir seither bei Robert Speth essen, unsere hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Sogar nach einem üppigen Mehrgänger-Menü mussten wir einfach immer die Apfeltarte bestellen, so unübertroffen war der Geschmack. Und trotz anderer Verführungen auf der Dessertkarte, wurde es doch jedesmal der Apfelkuchen. Leider gibt es die „Chesery“ nicht mehr, jahrzehntelang Platzhirsch in der Gstaader Gastroszene. Natürlich musste ich die Tarte nachbacken. Nach einigen Testversuchen, bin ich dem Original ziemlich nahe gekommen. Die Tarte gehört nun definitiv zu einem meiner Signature-Desserts. Dieser Beitrag ist Schweiz Kulinarisch gewidmet, ein inspirierender Account auf Instagram, welches es zu Ihrem Versprechen gemacht hat, nicht nur kulinarische Schweizer Spezialitäten, sondern auch regionale Produkte und die schönsten Ecken der Schweiz zu präsentieren. Weiter geht es mit dem Rezept.

Sommerbeeren-Cake – ein Sommernachtstraum

Liebe Emma, lieber Moritz. An diesem Wochenende haben wir euren Abschluss gefeiert. Die Kindergartenlehrerin hat euch offiziell zu „Schmetterlingen“ erkoren – jetzt seid ihr die Grossen in der Gruppe. In zwei Wochen Sommerferien! Das letzte halbe Jahr im Kindergarten hat sich alles um Dinosaurier gedreht – tolle Bastelarbeiten, Besuch im Sauriermuseum im Aathal und Dino-Quest beim Kindergartenabschlussfest. Am Freitag hast du, Moritz, dein Kunstwerk nach Hause gebracht – ein riesengrosser Dino, welcher sein Zuhause vor unserem Kamin gefunden hat. Zur Feier des Tages natürlich Apéro – mit Kinderchampagner, Trüffelchips und Gummi-Dinos. Am Samstag kamen unsere Nachbarn Nadja und Jan aus ihren Ferien im Luberon zurück. Bis in den späten Abend hinein sind wir an unserem lauschigen Lieblingsplätzchen am Wasser unter der Linde gesessen, und haben die Abenddämmerung über dem Zürichsee genossen. Dazu dieser Sommerbeeren-Kuchen gepaart mit wunderbaren Weinen aus dem Luberon. Ein Sommernachtstraum! Dieser Cake ist unglaublich saftig, und funktioniert mit allen Sommerbeeren (Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren). Letzte Woche am Markt habe ich Heidelbeeren entdeckt – also richtige Heidelbeeren, die aus meiner Sicht viel aromatischer sind, …

Torte „Mönchshütte“ – mood colour white

Liebe Emma, lieber Moritz. Würden wir unser aktuelles Moodboard erstellen, wäre er schneeweiss. Mit euch entdecken wir gerade die Schlittelpisten in unserer Gegend, ihr lernt Schlittschuhlaufen, und bald steht Skischule auf dem Programm. Ich bin ein Sommermensch, aber mit euch macht auch der Winter richtig Spass. Schneeweiss ist auch die Farbe dieser Torte. Meine aktuelle Kochphase könnte man nostalgisch nennen. Vielleicht liegt es daran, dass eure Oma uns jetzt häufig besucht und mit ihren Gerichten verwöhnt. Vielleicht ein wenig an der aktuellen gesellschaftlichen Situation, in der man sich nach sicheren Werten sehnt. Jedenfalls, während ich normalerweise immer neue Gerichte ausprobiere, koche ich gerade die alten, die aus meiner Kindheit, nach. Und stelle fest, dass sie noch genau so gut schmecken, wie damals. Diesen Kuchen habe ich das letzte Mal sicher vor 20 Jahren gegessen. In meiner Schulzeit gab es ihn praktisch zu jeder Feier. Ich liebe die Kombination aus Sauerkirschen und Crème fraîche. Sie verlangt etwas Übung ab, und ist auch etwas aufwendig in der Herstellung, das Ergebnis ist es aber allemal wert. Weiter geht’s …