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Loup de mer in Salzkruste – mediterranes Feeling für Zuhause

Liebe Emma, lieber Moritz. Zurück zu Hause nach unseren langen Frankreich-Ferien haben wir als erstes dieses Gericht zubereitet. In der gleichen Woche hattet ihr auch den ersten Infoabend im Kindergarten, und habt eure beiden Lehrerinnen kennengelernt. Du, Moritz, bist einfach in den Garten spaziert und kamst zurück mit ein paar Lavendelzweigen: „Den will ich der Lehrerin schenken!“. Ich fand das sooo süss. Zumal wir dir nie davon erzählt haben – dies war einzig und allein deine Idee. Im Auto dann: „Mami, hast du die Blumen für die Lehrerin nicht vergessen?“. „Was für ein Gentleman!“, – erwiderte die Kindergartenlehrerin. „Und nächstes Mal will ich ihr die Kräuter schenken, die du zu den Ofenkartoffeln gibst!“, – sagtest du (gemeint ist Rosmarin). Na das hört sich doch schon nach einem guten Kindergarten-Start an. Zurück zum Loup de Mer. Ich bereite dieses Gericht gerne Silvester zu, weil es nicht so aufwendig ist, und doch nicht alltäglich. Den Wolfsbarsch kaufen wir inzwischen nur noch bei El Pescador – ich bin jedesmal begeistert, wie frisch der Fisch ist. Am liebsten serviere …

Gambas flambées mit Whisky – Papi’s Signature Dish

Liebe Emma, lieber Moritz. Dieses Gericht ist DAS Signature Dish von eurem Papi. Auch das erste, welches er für mich gekocht hat, als wir uns kennenlernten. Es gibt vermutlich niemanden in unserem Freundeskreis, der die flambierten Gambas noch nicht probiert hat. Früher haben wir sie mit Risotto Milanese oder hausgemachten Tagliatelle serviert. Inzwischen haben wir am liebsten einfach nur ein geröstetes Baguette dazu. Sie sind so schnell zubereitet und so lecker. Einzige Voraussetzung für gutes Gelingen – man muss die Kunst des Flambierens beherrschen. Zwei Regeln müsst ihr euch merken, wie wir aus eigener Erfahrung wissen. Regel Nummer 1: immer schön den Dampfabzug abstellen, bevor flambiert wird. Regel Nummer 2: nicht in fremden Küchen kochen, unser Mallorca-Versuch ging gerade noch gut. Und hier geht es zum Rezept:

Pelmeni – ein Gefühl von Zuhause

Liebe Emma, lieber Moritz. Pelmeni kennt ihr von klein auf. Oma Lesja ist quasi unsere Pelmeni-Produktionsfabrik, und kann am Stück 200+ Pelmeni aus dem Ärmel schütteln. Bevor sie abreist, wird das Gefrierfach leergeräumt, um Platz für einen grosszügigen Pelmeni-Vorrat zu machen. Dies ist eins der wenigen Gerichte, welches sich einzufrieren lohnt. Denn ihr verlangt regelmässig Pelmeni, und meine Pelmeni-Fertigkeit hält sich in Grenzen. Und dann kam Corona … Die Oma kann immer noch nicht einreisen, was uns unglaublich traurig macht. Die einzige positive Seite der Corona ist, dass ich zwangsläufig lernen musste, Pelmeni herzustellen. Diese gelingen mir zwar erstaunlich gut – wahrscheinlich das Ergebnis unzähliger Sonntage, an denen ich meiner Mutter oder den Grosseltern beim Pelmeni machen geholfen, oder einfach nur zugeschaut habe. Aber nach 2 Stunden Pelmeni-Produktion – so lange muss ich für, sage und schreibe, 97 Pelmeni einplanen (habe sie auf dem Bild nachgezählt), bin ich fix und fertig. Ich habe schon probiert, dies als eine Art Meditation zu sehen, ist mir aber bisher nicht gelungen. Das Ergebnis ist die Mühe jedoch allemal …