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Kartoffelpuffer mit Crème fraîche – aussen knusprig, innen weich

Liebe Emma, lieber Moritz. Ein weiteres Gericht, welches zum Standard-Repertoire in unserer Familie gehört. Ein Seelenwärmer für kalte Herbsttage. Ihr mögt diese einfachen Kartoffelpuffer (ukrainisch: deruny) sehr, deshalb gehören sie auch in eures Kochbuch. Neulich, nach einem langen Arbeitstag fuhr ich nach Hause, und wurde von eurem Grossmami, meiner Mutter, mit einem Teller frisch ausgebackener Kartoffelpuffer empfangen. Ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit kommt in einem auf – egal in welchem Alter. Nun zu unserer Familienversion der Kartoffelpuffer, die schon meine Oma für mich zubereitet hat – auf dem Bild ist auch ihr Silberbesteck. Richtig gut schmecken sie direkt ab der Pfanne und mit viel Crème fraîche dazu – Beilage Nummer 1 bei vielen ukrainischen Gerichten.

Loup de mer in Salzkruste – mediterranes Feeling für Zuhause

Liebe Emma, lieber Moritz. Zurück zu Hause nach unseren langen Frankreich-Ferien haben wir als erstes dieses Gericht zubereitet. In der gleichen Woche hattet ihr auch den ersten Infoabend im Kindergarten, und habt eure beiden Lehrerinnen kennengelernt. Du, Moritz, bist einfach in den Garten spaziert und kamst zurück mit ein paar Lavendelzweigen: „Den will ich der Lehrerin schenken!“. Ich fand das sooo süss. Zumal wir dir nie davon erzählt haben – dies war einzig und allein deine Idee. Im Auto dann: „Mami, hast du die Blumen für die Lehrerin nicht vergessen?“. „Was für ein Gentleman!“, – erwiderte die Kindergartenlehrerin. „Und nächstes Mal will ich ihr die Kräuter schenken, die du zu den Ofenkartoffeln gibst!“, – sagtest du (gemeint ist Rosmarin). Na das hört sich doch schon nach einem guten Kindergarten-Start an. Zurück zum Loup de Mer. Ich bereite dieses Gericht gerne Silvester zu, weil es nicht so aufwendig ist, und doch nicht alltäglich. Den Wolfsbarsch kaufen wir inzwischen nur noch bei El Pescador – ich bin jedesmal begeistert, wie frisch der Fisch ist. Am liebsten serviere …

Gambas flambées mit Whisky – Papi’s Signature Dish

Liebe Emma, lieber Moritz. Dieses Gericht ist DAS Signature Dish von eurem Papi. Auch das erste, welches er für mich gekocht hat, als wir uns kennenlernten. Es gibt vermutlich niemanden in unserem Freundeskreis, der die flambierten Gambas noch nicht probiert hat. Früher haben wir sie mit Risotto Milanese oder hausgemachten Tagliatelle serviert. Inzwischen haben wir am liebsten einfach nur ein geröstetes Baguette dazu. Sie sind so schnell zubereitet und so lecker. Einzige Voraussetzung für gutes Gelingen – man muss die Kunst des Flambierens beherrschen. Zwei Regeln müsst ihr euch merken, wie wir aus eigener Erfahrung wissen. Regel Nummer 1: immer schön den Dampfabzug abstellen, bevor flambiert wird. Regel Nummer 2: nicht in fremden Küchen kochen, unser Mallorca-Versuch ging gerade noch gut. Und hier geht es zum Rezept: