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Oliviersalat – der kultigste aller Salate

Liebe Emma, lieber Moritz. Ein Haus am See ist seit ziemlich genau zehn Monaten live – für mich ein persönliches Highlight vom vergangenen Jahr. Ich habe euch versprochen, dass dies unser Familienkochbuch wird. Deshalb müssen zuerst unsere Traditionsgerichte her, die aus unserer Familienküche nicht wegzudenken sind. Dazu gehört dieser Salat, auch als Insalata russa in der piemontesischen Küche bekannt. Die ganze Geschichte zu dem Salat ist hier nachzulesen. Die Tatsache, dass er einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat, wird seinem Kultstatus recht geben. Dass der Oliviersalat nichts mit dem in der Migros erhältlichen russischen Salat zu tun hat, versteht sich von selbst 🙂 Ich serviere ihn genau einmal im Jahr – als Silvester-Vorspeise, wie es die Tradition will. Vor allem du, Moritz, magst den Oliviersalat, während Emma dem Vinegret den Vorzug gibt. Was den perfekten Oliviersalat aus meiner Sicht ausmacht: Das Gemüse nicht zu weich kochen, damit die Gemüsewürfel beim Schneiden ihre Form behalten. Das Gemüse in der Schale kochen, erst dann ausdampfen und komplett erkalten lassen, dann erst schälen und schneiden. Perfekt gleichmässig geschnittene Würfel von …

Kartoffelpuffer mit Crème fraîche – aussen knusprig, innen weich

Liebe Emma, lieber Moritz. Ein weiteres Gericht, welches zum Standard-Repertoire in unserer Familie gehört. Ein Seelenwärmer für kalte Herbsttage. Ihr mögt diese einfachen Kartoffelpuffer (ukrainisch: deruny) sehr, deshalb gehören sie auch in eures Kochbuch. Neulich, nach einem langen Arbeitstag fuhr ich nach Hause, und wurde von eurem Grossmami, meiner Mutter, mit einem Teller frisch ausgebackener Kartoffelpuffer empfangen. Ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit kommt in einem auf – egal in welchem Alter. Nun zu unserer Familienversion der Kartoffelpuffer, die schon meine Oma für mich zubereitet hat – auf dem Bild ist auch ihr Silberbesteck. Richtig gut schmecken sie direkt ab der Pfanne und mit viel Crème fraîche dazu – Beilage Nummer 1 bei vielen ukrainischen Gerichten.

Kartoffel-Grissini – die perfekte Apéro-Begleitung

Lieber Moritz. Neulich an einem Samstag kamst du zu mir und fragtest „Was gibt es heute zum Apéro?“ Ich musste schmunzeln. Apéro ist quasi eure Version des Zvieris. Apéro ist auch unsere wichtigste Mahlzeit des Tages – ok, zugegeben nur an Wochenenden, oder manchmal auch während der Woche, wenn es einen guten Grund gibt, oder auch grundlos. Dieses Rezept stammt von einer lieben Freundin und begnadeter Köchin Annette, die uns immer wieder mit neuen Menüs verwöhnt. Original kommt es von einem Luzerner Koch Werner Tobler. Dies ist euer absoluter Favorit. Die Kartoffeln verleihen dem Teig schöne Feuchtigkeit. Ich backe sie kurz vor dem servieren – so sind sie noch schön warm und weich, so haben wir sie am liebsten. Mit einem Glas Champagner dazu ist es ein perfekter Start ins Wochenende. Genuss kann so einfach sein.