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Hering im Pelzmantel – mein persönliches Soulfood

Liebe Emma, lieber Moritz! Immer wenn eure Oma uns für ein paar Wochen besuchen kommt, stelle ich im Vorfeld eine Menü-Liste zusammen mit verschiedenen Gerichten aus meiner Kindheit. Diese arbeitet unsere liebe Oma dann fleissig ab. So wie jetzt auch wieder. Ein Gericht steht meist auf der Liste – Hering im Pelzmantel (russisch: Селедка под шубой), oder russischer Schichtsalat. Dies ist mein persönliches Soulfood. Ich kenne niemanden in meiner alten Heimat Ukraine, der diesen Salat nicht mag. Genauso, wie ich in der Schweiz niemanden kenne, der ihn mag. Hering, gepaart mit einer dicken Schicht Mayonnaise, ist hierzulande nicht jedermanns Sache. Deshalb verspeisen eure Oma und ich diese Köstlichkeit und Überbleibsel der UdSSR-Zeit zu zweit – euren Papi konnten wir bisher nicht dafür begeistern. Und so geht er …

Zucchini-Tartelettes – so einfach, so gut

Liebe Emma, lieber Moritz. Diese kleinen Zucchini-Tartelettes sind vermutlich das Gericht, welches wir am häufigsten zubereitet haben. Es gibt unterschiedlichste Varianten solcher Tartelettes, einige wovon wir auch schon ausprobiert haben, aber wir haben sie am liebsten genau in dieser Zusammensetzung. Auch sind sie die perfekte Begleitung zu einem Glas Weisswein mit Gästen, oder auch ein einfaches Abendessen für uns mit einem grünen Salat dazu. Das Rezept habe ich irgendwann mal in einer alten La Tavola Ausgabe gesehen und etwas adaptiert. Du, Moritz, beim Anblick des Fotos – „Die habe ich gerne gehabt!“. So einfach, so gut.

Spargel-Soufflé – ein Auftakt der Spargelsaison

Liebe Emma, lieber Moritz. Soufflé ist für mich der Inbegriff des Zelebrierens. Deshalb liebe ich Soufflé, weil ich die kleinen wie auch die grossen Dinge des Lebens gerne zelebriere. Ein Soufflé würde ich immer für einen besonderen Anlass zubereiten, wie an diesem Ostermontag 2021. Es ist der perfekte Auftakt eines Abendessens, ein Prelude zu allem, was folgt. Alleine schon zuzusehen, wie es im Ofen sein Volumen vergrössert, ist ein Erlebnis für sich. Für euch gab es frischgebackenes Urdinkelbrot mit Butter und ganz viele Ostereier und Osterhasen. Ich hoffe, ihr könnt euch eines Tages auch für ein Soufflé begeistern. Bei der Zubereitung orientiere ich mich immer an Mimi Thorisson. Bei ihr gibt es dieses in unterschiedlichsten Variationen – vom Hummer-Souffle über Artischoken- bis hin zu Himbeer- oder Brombeer-Soufflé. Diese Variante ist aus Ihrem Kochbuch „French Country Cooking“ und aus meiner Sicht eine tolle Idee für ein nicht alltägliches Spargelgericht. Zugegeben mit einem Glas Weisswein – zur Not geht auch rot, wie heute bei uns.