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Spaghetti alle vongole – unsere neue Neujahrs-Tradition

Liebe Emma, lieber Moritz. Wir schreiben den ersten Januar 2023! Und wir haben eine neue Neujahrstraditon: Moules marinières am 31. Dezember zum Lunch, und/ oder Spaghetti alle vongole zum Lunch am 1. Januar 🙂 In den Ferien in Ligurien habt ihr eure Liebe zu Muscheln entdeckt. Ich finde dies ein super Gericht um das Neujahr herum – schnell zubereitet, nicht alltäglich, und macht Vorfreude auf Ferien am Meer – in diesem Jahr Bretagne. Wichtig: die Muscheln müssen beste Qualität sein – unsere kaufen wir immer bei El Pescador. Am Silvesterabend bereite ich gerne mal einen Loup de mer mit Beurre blanc zu – Rezept hier. Bei der Gelegenheit haben wir also auch Muscheln aller Art besorgt.

Die letzten zwei Wochen in 2022 verliefen alles andere als nach Plan. Alle drei waren wir im Bett mit Fieber, jeder mit seinen HNO-Wehwehchen. Nur Papi blieb verschont. Schon das zweite Jahr in Folge musste ich meine Pläne in der Vorweihnachtszeit über den Haufen werfen. Abgesagte Apéro-Termine, das Shopping, das Erledigen der langen To Do Liste. Aber wisst ihr was – wir nahmen dies gelassen. Hauptsache, wir haben uns. Was viele ukrainische Familien derzeit nicht sagen können. Das Jahr 2022 war von schönen Ereignissen geprägt, der Krieg hat alles überschattet. Früher habe ich mir Ziele für das neue Jahr gesetzt. Seit einigen Jahren habe ich ein Wort, welches wegweisend für mein Jahr sein soll. Das Wort 2023 ist: FRIEDEN! Du Emma hast dies gleich eine gute Idee gefunden, und dich auch für FRIEDEN entschieden. Und dein Wort, 2023, lieber Moritz ist: WÜNSCHE. In diesem Sinne: auf ein friedvolles, glückliches, gesundes neues Jahr, in dem alle eure Wünsche in Erfüllung gehen.

Und nun zu unserem Spaghetti alle vongole Rezept. Die wird es hier noch öfters geben :-).

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Ukrainischer Borschtsch mit Pampushky – my peaceful Ukraine

„Mami, das klingt doch wie Drache Borste“, – meintest du, Moritz neulich beim Abendessen, als ich den borschtsch angekündigt habe. Tatsächlich, dachte ich mir, das klingt wirklich sehr ähnlich. Und musste schmunzeln, auf was für süsse Assoziationen ihr Kinder kommt. „Drache Borste und Ritter Wüterich“ ist nämlich eins deiner Lieblingsbücher.

Wenn mich jemand fragt, welche die typisch ukrainischen Gerichte sind, nenne ich Borschtsch immer als erstes. Diese wohltuende rote Suppe kommt regelmässig bei uns auf den Tisch. Wir mögen sie in der vegetarischen Variante. Babzja Lesja kocht Borschtsch, wie so vieles, nach Gefühl. Für mich hat sie, wie immer, alles abgewogen, denn er soll ja schmecken exakt wie ihres 🙂 Traditionell wird Borschtsch in unserer Familie mit Schwarzbrot gegessen. Diesmal haben wir aber pampuschky, Hefebrötchen mit Knoblauch-Petersilienöl dazu gebacken. Beides schmeckt fantastisch. Das Rezept für pampushky habe ich von der grossartigen ukrainischen, in Grossbritanien lebenden Kochbuchautorin Olia Hercules adaptiert. Und hier geht es mit dem Rezept weiter.

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Hauchdünne Apfeltarte à la „Chesery“ – Gstaader Erinnerungen

Liebe Emma, lieber Moritz. Ich kann mich noch sehr gut an den Abend erinnern, als Opa Heinz uns besucht hat – da wart ihr noch nicht auf der Welt. Er hat von Robert Speth und seinem Restaurant „Chesery“ in Gstaad geschwärmt. Und vom besten Apfelkuchen, den er je gegessen hat. Einige Male waren wir seither bei Robert Speth essen, unsere hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Sogar nach einem üppigen Mehrgänger-Menü mussten wir einfach immer die Apfeltarte bestellen, so unübertroffen war der Geschmack. Und trotz anderer Verführungen auf der Dessertkarte, wurde es doch jedesmal der Apfelkuchen. Leider gibt es die „Chesery“ nicht mehr, jahrzehntelang Platzhirsch in der Gstaader Gastroszene. Natürlich musste ich die Tarte nachbacken. Nach einigen Testversuchen, bin ich dem Original ziemlich nahe gekommen. Die Tarte gehört nun definitiv zu einem meiner Signature-Desserts.

Dieser Beitrag ist Schweiz Kulinarisch gewidmet, ein inspirierender Account auf Instagram, welches es zu Ihrem Versprechen gemacht hat, nicht nur kulinarische Schweizer Spezialitäten, sondern auch regionale Produkte und die schönsten Ecken der Schweiz zu präsentieren. Weiter geht es mit dem Rezept.

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