Desserts, Gebäck
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Hauchdünne Apfeltarte à la „Chesery“ – Gstaader Erinnerungen

Liebe Emma, lieber Moritz. Ich kann mich noch sehr gut an den Abend erinnern, als Opa Heinz uns besucht hat – da wart ihr noch nicht auf der Welt. Er hat von Robert Speth und seinem Restaurant „Chesery“ in Gstaad geschwärmt. Und vom besten Apfelkuchen, den er je gegessen hat. Einige Male waren wir seither bei Robert Speth essen, unsere hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Sogar nach einem üppigen Mehrgänger-Menü mussten wir einfach immer die Apfeltarte bestellen, so unübertroffen war der Geschmack. Und trotz anderer Verführungen auf der Dessertkarte, wurde es doch jedesmal der Apfelkuchen. Leider gibt es die „Chesery“ nicht mehr, jahrzehntelang Platzhirsch in der Gstaader Gastroszene. Natürlich musste ich die Tarte nachbacken. Nach einigen Testversuchen, bin ich dem Original ziemlich nahe gekommen. Die Tarte gehört nun definitiv zu einem meiner Signature-Desserts.

Dieser Beitrag ist Schweiz Kulinarisch gewidmet, ein inspirierender Account auf Instagram, welches es zu Ihrem Versprechen gemacht hat, nicht nur kulinarische Schweizer Spezialitäten, sondern auch regionale Produkte und die schönsten Ecken der Schweiz zu präsentieren. Weiter geht es mit dem Rezept.

Zutaten

ein rund ausgerollter Blätterteig ca. 32 cm Durchmesser (oder 250 g Blätterteig am Stück dünn und rund ausgerollt auf 32 cm)

2 mittelgrosse Äpfel

für Franchipan (es wird nur 80 g davon benötigt!)

60 g Butter
35 g Zucker
1 Ei
50 g Mandelmasse (Marzipanmasse)
wenig Zitronenschale, gerieben
wenig Vanillemark
1 Prise Salz
35 g Mehl

ca. 2 EL Zucker mit einer grossen Prise Zimt vermischt

Doppelrahm de la Gruyère, nach Belieben
Puderzucker

ein gewelltes Teigrad (für den dekorativen Rand)

Zubereitung:

Den Ofen auf 220 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Für Franchipan alle Zutaten ausser Mehl schaumig schlagen, das Mehl darunterziehen. (Die Masse hält sich im Kühlschrank 1 Woche oder im Gefrierfach etwa 3 Wochen, vor der Verwendung wieder schaumig schlagen).

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, ausrollen und mit dem gewellten Teigrand den Rand ringsum zuschneiden, dies ergibt ein dekoratives Muster. Den Blätterteigboden anschliessend mit dem Backpapier auf einem Backblech platzieren, mit dem Franchipan bestreichen, dabei ca. 2 cm ringsum Rand lassen, damit der Teig auf der Seite schön aufgehen kann. Die Äpfel schälen, halbieren, sehr dünn schneiden und auf der Franchipan überlappend verteilen. Die Äpfel mit Zimtzucker bestreuen.

Backen auf der zweituntersten Rille ca. 15-20 Min. Der Rand darf dabei nicht zu trocken werden.

Mit Puderzucker bestreuen und mit dem Doppelrahm noch warm servieren. Ein Traum!

P. S. Nächstes Mal probiere ich es mit einem selbstgemachten Blätterteig aus, wenn ich die Muse dazu habe.

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Mein Name ist Lena. Kochen war schon immer eine grosse Leidenschaft. Dieser Blog ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, für meine Kinder Emma & Moritz unsere gemeinsamen Erlebnisse rund um Kochen und Geniessen in einer Art Kochtagebuch festzuhalten. Ob zu Hause, auf Reisen oder unterwegs in unserem geliebten Zürich. Ich freue mich, auch mit euch diese Momente und unsere Lieblingsrezepte zu teilen.

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