Liebe Emma, lieber Moritz. Wer liebt sie nicht, die Saison von Rhabarber und Erdbeeren. Wir natürlich auch. Jedes Jahr ein Muss auf der Speisekarte: ein Erdbeer-Smoothie, Erdbeereis, eine klassische Erdbeertorte mit Biskuitböden und Crème mousseline, und dieser Crumble. Schweizer Erdbeeren haben wir auf dem Bürkliplatz-Markt eingekauft und einen wunderschönen Pfingstrosen-Strauss bei meinem Lieblingsblumenstand für noch mehr Frühlingsgefühl. Der Plan – eine Erdbeertorte für dich, Emma, weil du sie letztes Jahr schon so gerne hattest. Zu Hause angekommen waren meine Ambitionen schnell verflogen. Dieser lange kalte Frühling 2021, und dass wir per 5. Mai nur ein einziges Mal in diesem Jahr draussen essen konnten, setzt mir irgendwie zu – ich fühlte mich zu müde. In solchen Momenten ist dieser Rhabarber-Erdbeer-Crumble einfach die perfekte Alternative. Im Nu zubereitet, schmeckt er fantastisch mit einer Kugel Vanilleeis. Und falls dann immer noch Rhabarber und Erdbeeren übrig bleiben – schön zu einem Sirup verarbeiten, der wiederum für alkoholfreie oder auch alkoholhaltige Getränke eingesetzt werden kann. Und auch roh sind Erdbeeren einfach köstlich! Nun zu unserem Crumble-Rezept:
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Paska – ein besonderes Osterfest
Liebe Emma, lieber Moritz. In einem alten Kachelofen wurden sie gebacken, die Paskas für das Osterfest bei meinen Grosseltern. Ein wunderschöner weiss-blauer alter polnischer Kachelofen. Damals fand ich das ganz gewöhnlich. Heute frage ich mich, wieso ich nicht ein einziges Foto davon habe – weder vom Kachelofen, noch von Paska. Eigentlich ist Paska sehr ähnlich zu einem Panettone, die russische Version davon heisst Kulitsch. Paska bedeutet in der ukrainischen Sprache auch Ostern. Das Osterbrot heisst also gleich, wie das Fest selbst. In diesem Jahr habe ich selbst mit der Tradition angefangen, dieses Osterbrot für das ukrainische Osterfest zu backen. Und ihr hilft auch schon fleissig mit. Das Rezept, welches gleich ein Volltreffer wurde, kommt von Nina Tarasova, einer bekannten russischen Pâtissière. Und so wird es gemacht:
WeiterlesenCanelés de Bordeaux – einfach unwiderstehlich
Liebe Emma, lieber Moritz. Canelés de Bordeaux habe ich nicht in Bordeaux, sondern im Elsass entdeckt. Es war ein warmer September-Tag. In Vorbereitung auf eure Geburt haben wir einen Ausflug nach Elsass gemacht, um uns mit Petit Bateau Baby-Kleidung einzudecken. Zum Mittagessen haben wir eine tolle Entdeckung gemacht, das Restaurant „Auberge le Bouc Bleu“ in Beblenheim mit den damaligen Gastgebern Marie-Pierre und Daniel Friess. Daniel ist ein exzellenter Koch, und Marie-Pierre eine herzliche Gastgeberin. Wir waren enttäuscht zu hören, dass sie aufhören wollten. Aber es wurde besser – aktuell betreiben sie das „La Pierre d’Eau“, das zu einer unserer Lieblingsadressen in Elsass wurde. Nun zu den Cannelés. Es war klar – die muss ich nachbacken. Jeder, der schon Cannéles gebacken hat, weiss, dass der Erfolg vom Backvorgang an sich abhängig ist – vom Material der Form, der Backtemperatur, der Backzeit und den Eigenheiten des Ofens. Es braucht ein paar Anläufe, bis man seine perfekten Cannéles hat. Aber dann sind sie unwiderstehlich. Klassisch werden sie in speziellen Kupfer-Förmchen gebacken. Für mich ist dies das einzige Gebäck, bei welchem ich mich für Silikon entschieden habe, da es weniger aufwändig ist. Ich benutze dafür die 8-er Elastomoule Silikonform von De Buyer (kein Affiliate-Link) – diese soll die Hitze besser leiten. Nach einem erneuten Versuch seid ihr gerade nach Hause gekommen aus euren „Ferien“ im Auto – zum Glück habt ihr eine gute Fantasie, sehr hilfreich in Corona-Zeiten. Ihr habt gleich je 2 Cannelés mit Vergnügen vernichtet – ein klares Zeichen, dass sie nun perfekt sind. Weiter geht’s mit dem Rezept.
Update Juni 2021: wir sind in den Ferien in Frankreich und kaufen Canelés in Ramatuelle (ok, es ist nicht Bordeaux, ist mir bewusst :-). Emma in Vorfreude: „Moritz, komm, die haben wir gerne!“ Nach dem ersten Biss: „Oh nein, die sind in den Ferien nicht so fein wie zu Hause.“ 🙂
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