Letzte Beiträge

Schinken im Teig – ein Winter-Klassiker

Liebe Emma, lieber Moritz. Heute kam die Kindergartenpost. Morgen dürft ihr im Kindergarten mit dem Pinguin-Flugzeug zum Südpol fliegen, und bei der Gelegenheit auch eure Pässe eigenhändig basteln – wie aufregend. In unserer Küche sind Winter-Klassiker angesagt. Schinken im Teig gibt es jeweils zwischen den Festtagen, oder unmittelbar danach im Januar. Bevor die Läden für die Weihnachtsfeiertage schliessen, besorge ich gerne einen geräucherten Nussschinken, der gut die ganzen Festtage im Kühlschrank hält. Man kann spontan einen Hefeteig dazu ansetzen – und mit ein paar einfachen Beilagen hat man ein schmackhaftes und doch nicht alltägliches Gericht. Beim Teig ist alles möglich: Pizzateig, Briocheteig, Sauerteig. Mein aktueller Favorit ist ein Zopfteig, welchen ich nach einem Rezept aus le menu zubereite. Als Beilage auf jeden Fall ein Nüsslisalat, am besten direkt vom Bauer. Weiter geht’s mit dem Rezept:

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Glückskekse – same procedure as every year

Liebe Emma, lieber Moritz. Seit gestern schreiben wir das Jahr 2022 – unser sechster Silvester mit euch. Ich feiere gerne Silvester – für mich ein Symbol des Neubeginns, und ich mag Neubeginn in jeglicher Hinsicht. Am liebsten verbringe ich Silvester in unserem kleinen Familienkreis. In diesem Jahr hatten wir sogar das Glück, dass auch unsere Grossmama aus der Ukraine mitgefeiert hat.

Diese Glückskekse gehören zu einem Silvesterabend bei uns dazu. Ich bin jedesmal überrascht, wie gut die Sprüche passen. Dieses Jahr habe ich eine Reise gezogen – und ich liebe reisen. Kulinarisch gesehen darf es bei Apéro-Häppchen noch etwas aufwendiger sein – mit selbstgemachten Blini zum Kaviar und dem weltbesten Brioche zu Foie Gras. Der Hauptgang hingegen sollte möglichst keine Vorbereitung abverlangen – es bleibt also bei den Klassikern wie Fondue Chinoise, Käse-Fondue oder Raclette.

Was für uns sonst noch zu einem gelungenen Silvester dazu gehört:

  1. Eine Tischbombe, beziehungsweise zwei – für euch
  2. Kaviar auf selbstgemachten Blini mit Sauerrahm – für mich
  3. Salat Olivier, hierzulande als russischer Salat oder in Piemont als Insalata russa bekannt.
  4. Kitschige Glückssymbole als Tischdeko, genauer gesagt Marzipan-Glücksschweinchen und das jeweilige Tiersymbol für das kommende Jahr nach dem chinesischen Kalender, für 2022 ein Playmobil-Tiger
  5. Bengalfeuer um 12 in Begleitung von ABBA’s Happy New Year
  6. Eine Happy New Year Klaviereinlage von mir – und euch
  7. Die Feuerwerk-Show über dem Zürichsee
  8. Eine Frank Sinatra Platte
  9. Ein Speziergang am Zürichsee oder im Wald am 1. Januar
  10. Und natürlich ein Top Champagner – in diesem Jahr ein Drappier.

Am 1. Januar hatte ich bereits einen unvergesslichen Moment. Nach dem Aufstehen machte ich die Tür ins Badezimmer auf – vor mir spiegelglatter Zürichsee, stahlblauer Himmel und ein Schwäne-Pärchen im warmen morgendlichen Sonnenlicht. Kitschig, werdet ihr sagen. Für uns und für alle wünsche ich viele solche Momente in diesem Jahr.

Und wer die Glückskekse nächstes Jahr nachbacken möchte – weiter geht es mit unserem Rezept.

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Fischknusperli frisch aus dem Zürichsee – unser Weihnachten 2021

Liebe Emma, lieber Moritz. Es ist ein entspannter Stephanstag-Abend 2021. Ihr seid im Bett, glücklich und zufrieden von den Eindrücken der letzten Tage. Ich nutze die Gunst der Stunde für diesen Beitrag zum Jahresende. Mit einem für Weihnachten zugegeben ungewöhnlichen, aber allemal typischen Schweizer Gericht – Fischknusperli mit Tartarsauce. Weihnachten ist für uns immer die Zeit, gemeinsame Stunden zu Hause im engsten Familienkreis zu geniessen. Dabei übernehmen wir jeweils im geraden Jahr die Gastgeber-Rolle. In diesem Jahr durften wir uns entsprechend entspannt über die Einladung euer Grosseltern am Heiligabend freuen. Und so habe ich die freien Tage zu Hause genutzt, ein paar schöne Gerichte für uns vier zu kochen, mit euch zu spielen und neue Energie zu tanken.

Der Fisch – hier Felchen, oft auch Egli – kommt von unserem Zürichsee-Fischer Adrian Gerny. „Am morgen schwimmt er noch als Fisch, mittags kommt er auf den Tisch“, – ist auf Adrian’s Webseite zu lesen. „Ein Haus am See“ verpflichtet fast dazu, dass nur der frischeste Fisch auf den Tisch kommt. Den Fisch bereiten wir in jeglichen Varianten zu, aber so ein hausgemachtes Fischknusperli ist fast nicht zu toppen. Ich habe verschiedene Teige ausprobiert, und muss festhalten, dass der knusprigste Teig der ohne Ei ist. Dabei halte ich mich ziemlich genau an dieses Rezept – ein (wie ich gelernt habe) Schweizer Klassiker, Elisabeth Fülscher. Ausprobieren möchte ich noch die Version mit Butter im Teig (nichts für Kalorienzähler) von lieberlecker, ebenfalls in Anlehnung an eine Grande Dame der Schweizer Küche, Rosa Tschudi. Weiter geht’s mit dem Rezept. Euch, liebe Leser, wünschen wir eine entspannte Jahresendspurt und einen guten Rutsch in ein gesundes und glückliches 2022!

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