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Frühlingsgemüse-Süppchen mit Crème fraîche – Zupa jarynowa

Liebe Emma, lieber Moritz. Ruhig war es um unseren Blog in den letzten Monaten. Der Krieg in der Ukraine, die Sorge um unsere Familie und Freunde haben den Alltag beschattet, und tun es immer noch. Seit dem Ausbruch des Krieges ist viel passiert. Wir hatten schöne gemeinsame Familienzeit an unseren Liebslingsorten in der Provence. Ich habe einen neuen Job bei meinem Arbeitgeber, der mehr Reisen erfordert und viel Spass macht, da ich mit tollen Menschen einiges bewegen kann. Und ihr steht kurz vor dem Abschluss eures ersten Kindergartenjahres, in dem ihr von „Räupli“ zu „Schmetterlingen“ werdet :-). Ihr habt viele neue Freunde gewonnen. Du, Moritz, bist Feuer und Flamme für Fussball spielen, und im Juni dürfen wir uns auf Emma’s zweite Ballett-Vorstellung freuen. Diese einfache Suppe gab es heute, gekocht von euer Grossmama aus der Ukraine. Schon mein Opa Mykola hat die Suppe gerne gekocht. Wir bereiten sie nur mit frischem Marktgemüse zu, am besten im Frühling und Sommer. Wie heute. Einfach das beste Gemüse vom Markt holen, das Süppchen kochen, frisch gebackenes Brot dazu …

Torte „Mönchshütte“ – mood colour white

Liebe Emma, lieber Moritz. Würden wir unser aktuelles Moodboard erstellen, wäre er schneeweiss. Mit euch entdecken wir gerade die Schlittelpisten in unserer Gegend, ihr lernt Schlittschuhlaufen, und bald steht Skischule auf dem Programm. Ich bin ein Sommermensch, aber mit euch macht auch der Winter richtig Spass. Schneeweiss ist auch die Farbe dieser Torte. Meine aktuelle Kochphase könnte man nostalgisch nennen. Vielleicht liegt es daran, dass eure Oma uns jetzt häufig besucht und mit ihren Gerichten verwöhnt. Vielleicht ein wenig an der aktuellen gesellschaftlichen Situation, in der man sich nach sicheren Werten sehnt. Jedenfalls, während ich normalerweise immer neue Gerichte ausprobiere, koche ich gerade die alten, die aus meiner Kindheit, nach. Und stelle fest, dass sie noch genau so gut schmecken, wie damals. Diesen Kuchen habe ich das letzte Mal sicher vor 20 Jahren gegessen. In meiner Schulzeit gab es ihn praktisch zu jeder Feier. Ich liebe die Kombination aus Sauerkirschen und Crème fraîche. Sie verlangt etwas Übung ab, und ist auch etwas aufwendig in der Herstellung, das Ergebnis ist es aber allemal wert. Weiter geht’s …

Oliviersalat – der kultigste aller Salate

Liebe Emma, lieber Moritz. Ein Haus am See ist seit ziemlich genau zehn Monaten live – für mich ein persönliches Highlight vom vergangenen Jahr. Ich habe euch versprochen, dass dies unser Familienkochbuch wird. Deshalb müssen zuerst unsere Traditionsgerichte her, die aus unserer Familienküche nicht wegzudenken sind. Dazu gehört dieser Salat, auch als Insalata russa in der piemontesischen Küche bekannt. Die ganze Geschichte zu dem Salat ist hier nachzulesen. Die Tatsache, dass er einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat, wird seinem Kultstatus recht geben. Dass der Oliviersalat nichts mit dem in der Migros erhältlichen russischen Salat zu tun hat, versteht sich von selbst 🙂 Ich serviere ihn genau einmal im Jahr – als Silvester-Vorspeise, wie es die Tradition will. Vor allem du, Moritz, magst den Oliviersalat, während Emma dem Vinegret den Vorzug gibt. Was den perfekten Oliviersalat aus meiner Sicht ausmacht: Weiter geht’s mit dem Rezept: